Markgräfler Symphonieorchester

Weihnachtskonzert

Müllheim

33. Weihnachtskonzert

Markgräfler Symphonieorchester

Tickets sind in Kürze verfügbar!

4. & 5. Dezember 2021 | 19:00 Uhr & 17:00 Uhr

Bürgerhaus - Müllheim

Programm

Antonín Dvořák (1841 - 1904)

Cellokonzert h-moll op. 104

Solist: David Riniker (Cello)

Antonín Dvořák (1841 - 1904)

Symphonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“

Leitung

Uwe Müller-feser

Solist

David Riniker

Cello

Dieses Jahr finden die Konzerte in Müllheim statt!

Zum Solisten - David Riniker

David Riniker konzertiert als Solist und Kammermusiker in den meisten Ländern Europas, sowie Amerika, China und Japan. Für Rundfunk, Schallplatten und CDs sind Aufnahmen entstanden. Seit 1995 ist David Riniker Mitglied der Berliner Philharmoniker und spielt in verschiedenen Kammerformationen, wie zum Beispiel dem Breuninger-Quartett, dem Oblomow-Trio, dem Philharmonischen Streichtrio oder den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker. Er war ab dem Alter von sechs Jahren Schüler von Jean-Paul Guéneux, bei dem er neunzehnjährig sein Grundstudium „mit Auszeichnung“ beendete. Drei Jahre später schloss er in der Konzertklasse von Antonio Meneses an der Musik-Akademie der Stadt Basel mit dem Solistendiplom ab. Meisterkurse bei Arto Noras, Boris Mironowitsch Pergamenschtschikow, Wolfgang Boettcher und David Geringas rundeten seine Ausbildung ab. Beim Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb gewann er verschiedene Preise. 1988 vertrat er die Schweiz beim 4e Tournoi Eurovision des Jeunes Musiciens in Amsterdam, 1989 beim Europäischen Preis der Jugend in Warna/Provadija (Bulgarien), wo er mit dem dritten Preis ausgezeichnet wurde

Zu den Werken

Symphonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“

Mit der 9. Sinfonie, die während seines dreijährigen Amerika-Aufenthaltes entstand, schuf Dvořák sein wohl populärstes sinfonisches Werk. Obwohl Dvořák als Dirigent und Lehrer die Aufgabe übernommen hatte, eine junge Musikergeneration heranzubilden, die einen national-amerikanischen Musikstil entwickeln sollte, ist seine 9. Sinfonie keinesfalls amerikanische Musik. In einem Zeitungsinterview erklärte er seine Vorgehensweise:

„Ich studierte sorgfältig eine gewisse Zahl Indianischer Melodien, die mir ein Freund gab, und wurde gänzlich durchtränkt von ihren Eigenschaften – vielmehr ihrem Geiste. Diesen Geist habe ich in meiner neuen Sinfonie zu reproduzieren versucht, ohne die Melodien tatsächlich zu verwenden. Ich habe schlichtweg originäre Themen geschrieben, welche die Eigenheiten der Indianischen Musik verkörpern, und mit den Mitteln moderner Rhythmen, Harmonie, Kontrapunkt und orchestraler Farbe entwickelt. […]
Nun, ich stellte fest, dass die Musik der Neger und die der Indianer praktisch identisch war.“

Der letzte Satz illustriert, dass Dvořáks Kenntnis authentischer Musik von Indigenen und Schwarzen nicht sehr tiefgehend gewesen sein kann. Die Einflüsse sind dennoch in verschiedenen harmonischen und rhythmischen Eigenheiten der Sinfonie erkennbar. So basiert die Englishhorn-Melodie des 2. Satzes auf der halbtonlosen fünftönigen Skala der Pentatonik, die in der Musik der Indigenen gebräuchlich war. (Wichtiger ist aber die große Rolle, die Longfellows Dichtung über Hiawatha – das ist der Häuptling, der den Irokesen-Bund der Indigenen begründete – in der Sinfonie spielt, siehe unten.) Rhythmisch fallen auch die für Negro Spirituals typischen Synkopen auf (1. und 3. Hauptthema des 1. Satzes). Daneben zeigt sich unverkennbar der böhmische Musiker mit seiner in der heimatlichen Volksmusik verwurzelten Tonsprache, wie z. B. beim gemütvollen Länder des Scherzo-Trios.

Die Themen der Ecksätze sind kurz und prägnant und der oben erwähnten Grundkonzeption zyklisch untergeordnet: das 1. Hauptthema des 1. Satzes erscheint in allen folgenden Sätzen. Im Finale sind außerdem die Hauptthemen des 2. und 3. Satzes andeutungsweise verarbeitet.

Cellokonzert h-moll op. 104

Das Cellokonzert h-moll, Opus 104 von Antonín Dvořák ist eines der berühmtesten Cellokonzerte und gehört zu Dvořáks bekanntesten Werken. Es ist eines der wichtigsten Stücke des Violincello-Repertoires.

Dvořák schrieb das Cellokonzert zwischen dem 8. November 1894 und dem 9. Februar 1895 in den USA. Zunächst war er von diesem Instrument wenig begeistert. Die Uraufführung von Victor Herberts zweitem Cellokonzert gab ihm den Impuls, selbst ein Konzert zu schreiben. Dem Konzert ging bereits ein Versuch voraus, 1865 schrieb Dvorak bereits ein Cellokonzert in A-Dur (ohne Opus), das aber weder veröffentlicht noch orchestriert wurde.

1895 soll Johannes Brahms, nachdem er die Partitur gelesen hatte, ausgerufen haben: „Warum habe ich nicht gewusst, dass man ein Cellokonzert wie dieses schreiben kann? Hätte ich es gewusst, hätte ich schon vor langer Zeit eines geschrieben!“

Das Konzert wurde am 19. März 1896 in London uraufgeführt. Der englische Cellist Leo Stern spielte mit der Royal Philharmonic Society unter der Leitung des Komponisten. Ursprünglich hätte es Hanuš Wihan spielen sollen, dem das Werk auch gewidmet ist und der ein Freund Dvořáks war. Dieser hatte aber zu viele kompositorische Änderungen vorgeschlagen und sogar selbst eine Kadenz ausgearbeitet, was Dvořák dann zu weit gegangen war.